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Für Hans Reul, den „Vater“ von Termikon

Nur das ist ein schlechter Plan, der keine Veränderungen zulässt.
(Unbekannter Autor)

Hans Reul Schon früh hatte Hans Reul die Vision, ein EDV-gestütztes Planungssystem zu verwirklichen, das der Änderungsgeschwindigkeit realer Projekte gerecht wird. Nach dem Abschluss des Mathematik- und Physikstudiums begann er seine Laufbahn Anfang der sechziger Jahre in Darmstadt beim Deutschen Rechenzentrum. Schnell entwickelte er sich unter dem Leiter Dr. Ernst Glowatzki zu einer der treibenden Kräfte der noch jungen Informatik in Deutschland. Grundlagenforschung für Programmiersprachen, Netzplan- und Stücklistenprozessoren sowie Statistikinformationssysteme waren sein Gebiet. Doch er lehnte Lehrstuhlangebote ab, folgte dem Ruf der freien Wirtschaft und erhielt eine führende Position bei der deutschen Niederlassung der französischen Firma METRA International.

Hans Reul wechselte anschließend als Gesellschafter und EDV-Gesamtleiter zur Firma DSE, der damaligen deutschen Tochter des amerikanischen Software-Unternehmens SDC. An der Spitze von SDC war nach seiner NASA-Karriere Dr. George E. Mueller, umgeben von seinem ständigen Technologieberater Dr. Wernher von Braun. Beide Namen sind untrennbar mit dem Apollo-Mondlandeprojekt verbunden. In seiner Funktion bei DSE war Hans Reul Herrn Dr. Mueller bis 1972 direkt unterstellt.

Zusammen mit Herrn Dr. Jürgen Reinking gründete er 1974 die Firma RRP in Berlin, um Termikon kommerziell zu vermarkten. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Weiterentwicklung von Termikon von einem schnell wachsenden Entwickler-Team um Hans Reul bestehend aus Frau Dipl.-Math. Sunkel, Herrn Dipl.-Physiker Clemencic, Herrn Dr. Diehl, Herr Dipl.-Math. Neitzel betrieben, um nur einige Personen der ersten Stunde zu nennen.

Zur Anschubfinanzierung des kostenintensiven Termikon-Projekts entwickelte und realisierte Hans Reul mit seinem Team das Statistik-Informations-System (SIS) für die BfA, das 1979 produktiv geschaltet wurde. Die statistischen Rentenauswertungen für Anfragen aus Wirtschaft und Politik wurden fortan über SIS abgewickelt. Eine ihrer Zeit vorauseilende Generatortechnik ermöglichte die schnelle Auswertung der BfA-Datenmassen, weil damalige Datenbanksysteme den Anforderungen nicht gerecht wurden. Im Jahre 1999 feierte SIS bei der BfA zwanzigstes Dienstjubiläum, ohne dass bis dahin nennenswerte technische Probleme aufgetreten sind.

Hans Reul verstarb im Jahr 2005. Das System ScenarioAssistant ist ihm gewidmet.