Die Planfreigabe hat die Aufgabe, akzeptierte Planungsergebnisse "einzufrieren". Dies geschieht i.d.R. vor Projektbeginn. Im weiteren Verlauf ändern sich die Planprognosen durch wiederholte Neuplanungen in Abhängigkeit von Faktoren wie z.B. Istdaten, weil natürlich der aktuelle Kenntnisstand über die Realität in die Prognosen einbezogen wird. Um den aktuellen Projektfortschritt an den ursprünglichen Prognosen messen zu können, werden diese von der ScenarioAssistant-Freigabe konserviert.
ScenarioAssistant unterscheidet zwei Kategorien von Freigabe-Ergebnisdaten:
Solldaten sind die Standard-Ausgabedaten eines Freigabe-Laufs. Im Normalfall wird vor dem Projektbeginn ein für die Projektabwicklung akzeptierter Planstand freigegeben. Die hieraus resultierenden Solldaten dienen fortan für Soll-Ist-Vergleiche, um den Projektfortschritt zu messen. Im Bedarfsfall können später jedoch weitere Freigaben erfolgen, deren Daten als aktuelle Solldaten bezeichnet werden. Dies ist der Fall, wenn durch die Realität derart gravierende (zuvor nicht absehbare) Ereignisse eingetreten sind, dass ein Festhalten an den bisherigen Solldaten unmöglich ist.
Wie beschrieben können im Bedarfsfall weitere Freigaben erfolgen. Da dabei die vorherige Generation an Solldaten überschrieben wird, ist ein "ungeschönter" Soll-Ist-Vergleich mit den Solldaten der ersten Generation nur dann möglich, wenn diese konserviert wurden. In ScenarioAssistant erzeugt die Freigabe für nicht begonnene Projekte optional einen Solldatenstand, der als Budget bezeichnet wird. Budgetdaten können also für ein Projekt beliebig oft erzeugt (und überschrieben) werden, falls es noch nicht begonnen ist. Für begonnene Projekte werden keine Budgetdaten erzeugt.
Als Freigabeobjekte werden die Planobjekte bezeichnet, für die in einem Freigabe-Lauf Soll- und Budgetdaten zu erzeugen sind. Für die Termine freigegebener Planobjekte gilt:
Für die Aufwände freigegebener Planobjekte gilt:
Die Freigabe wird i.d.R. für ganze geplante Projekte ausgeführt. Geplante Projekte deshalb, da wie oben beschrieben, definierte Simulationsstände eingefroren werden sollen. Dies setzt natürlich voraus, dass ein Projekt erfolgreich durch die Terminplanung gelaufen ist. Die Freigabe hat folgende selbsterklärende Optionen
Da die Einsatzplanungsdaten als die wirklichkeitsnäheren Plandaten angesehen werden können, werden die Einsatzplanungsdaten freigegeben, falls beide Optionen (Terminplanungs- und Einsatzplanungsdaten) ausgewählt wurden. Es gilt:
Eine partielle Freigabe für begonnene Projekte bedeutet bei ScenarioAssistant, dass
freigegeben werden können. Dabei erfolgt stets eine korrekte Verdichtung der geänderten Solldaten bis hin zum Primärnetz.